Zahl der Fehltage auf Grund psychischer Probleme hat dramatisch zugenommen

//Zahl der Fehltage auf Grund psychischer Probleme hat dramatisch zugenommen

Die Zahl der Krankentage wegen psychischer Probleme hat sich in Deutschland innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt.  Die Gesundheitsberichterstattung der Krankenkassen zeigt, dass Krankschreibungen aufgrund psychischer Diagnosen vor allem seit dem Jahr 2006 kontinuierlich ansteigen: bei der AOK hat die Zahl der Krankschreibungen (AU-Fälle) bis 2016 um mehr als 50 Prozent und die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) um knapp 80 Prozent zugenommen. Auch die Berichte der anderen Kassen weisen ähnliche Zahlen auf: Innerhalb der DAK hat sich das Arbeitsunfähigkeitsvolumen aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten 20 Jahren mehr als verdreifacht (Quelle: Statista). Darunter leidet auch die Wirtschaft. Aus einem Bericht des Arbeitsministeriums auf Anfrage der Linksfraktion geht hervor, dass sich der wirtschaftliche Schaden im Zeitraum 2007 bis 2017 von 12,4 Milliarden auf 33,9 Milliarden Euro nahezu verdreifacht hat. Männer ließen sich dabei häufiger wegen psychischer Probleme krankschreiben als Frauen. Auch blieben Ältere häufiger zu Hause wie Jüngere. Die meisten Krankentage wegen psychischer Probleme hatten im Jahr 2017 laut Bericht Männer im Alter zwischen 60 und 65 Jahren (434 Ausfalltage auf 100 Versicherte), die wenigsten wurden bei Frauen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren registriert (21 Ausfalltage auf 100 Versicherte).

2019-04-24T06:54:15+00:00Mittwoch, 24. April 2019|Kategorien: Health Trends|0 Kommentare

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