APPsolute Motivation. Körperliche Gesundheit durch Digitalisierung?

//APPsolute Motivation. Körperliche Gesundheit durch Digitalisierung?

Der tägliche Gebrauch von nützlichen Programmen, den „Apps“, auf dem Smartphone ist aus dem Leben der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken. Sie unterstützen den Benutzer praktisch in jeglicher Lebenslage. So gibt es neben Email, Nachrichten und Kommunikations-Apps auch Sport-Apps, die Trainingseinheiten vorschlagen und anschließend, bei Einwilligung, die erzielten Ergebnisse im Netz teilen. Andere Nutzer können so die Resultate einsehen und dies als Motivation für eigene Trainingseinheiten verwenden. Programme, die den Wettbewerb untereinander fördern, werden immer beliebter. In Firmen treten einzelne Abteilungen oder Kollegen gegeneinander an, um so die Motivation zu fördern. Auch PROFESSION FIT bietet diverse Challenges an, vom Schritte zählen bis hin zum Kalorienverbrauch. Smartphone oder Apple Watch nehmen die Daten auf und am Ende gibt es einen Sieger oder ein Gewinnerteam, das sich über eine Belohnung freuen darf. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass das nicht nur Spaß bringt, sondern auch zu mehr Bewegung anregt.

Studienlage zeigt deutliche Ergebnisse
Wissenschaftler der University of Pennsylvania beschäftigten sich vor einigen Jahren mit dem Zusammenhang zwischen Wettbewerb und Motivation. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass uns der ständige Wettbewerb im Leben anspornt. In der Studie wurden 800 Teilnehmer in 4 Gruppen aufgeteilt – ohne jegliche Info über den Zweck der Studie. Einzige Vorgabe: Die Teilnehmer sollten regelmäßig trainieren und Sportkurse besuchen. Zwei Gruppen erhielten zusätzlich die Option, ihre Leistung online mit anderen Gruppenmitgliedern zu vergleichen. Dabei zeigte sich deutlich, dass die durch Wettbewerb motivierten Gruppen nicht nur bessere Ergebnisse erzielten, sondern auch die Teilnahmerrate viel höher war als bei den Gruppen, die das Programm ohne Vergleiche durchzogen.
Daraus lässt sich schlussfolgern, dass ein gesundes Konkurrenzdenken auch innerhalb eines Unternehmens die Mitarbeiter anspornen und so die Motivation fördern kann. Wichtig ist dabei, dieses Konkurrenzdenken in die richtige Richtung zu lenken.

Welche digitalen Hilfsmittel gibt es? 
Zu den Apps auf dem Smartphone gibt es heutzutage auch weitere Hilfsmittel, die „Wearables“, die Informationen über Körperfunktionen und Bewegungsintervalle des Benutzers messen, auswerten und speichern.
Der Begriff Wearables beschreibt kleine vernetzte Computer, die am Körper getragen werden. Smartwatches, Fitnessarmbänder und digitale Brillen als bekannteste Beispiele für Wearables sind wohl den meisten ein Begriff. Aufgrund ihrer vielseitigen Funktionen werden sie auch immer öfter in Pflege und Medizin eingesetzt. Auch digitale Blutzucker- und Blutdruck-Messgeräte werden hier genutzt. Und kaum ein Läufer geht heute noch ohne Laufuhr aus dem Haus, die ihm Weg und Pace anzeigt. Meistens sind die praktischen Alltagsbegleiter direkt mit den Apps auf dem Smartphone verbunden und bieten hier auch gleich die Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten zu messen.

Elektronische Trainingsunterstützung ist stark gefragt
Das Gesundheitswissenschaftliche Institut Nordost (GeWINO) hat in einer Digital Health-Studie herausgefunden, dass die Mehrheit aller Befragten ein explizites Interesse an elektronischer Trainingsunterstützung hat. In den Altersgruppen über 60 Jahren sind es sogar mehr als 60 Prozent der Befragten.  Damit wird auch deutlich, dass bereits mehr als jeder zweite über Sechzigjährige Bewegungsmangel als einen der Hauptrisikofaktoren des Alters erkannt hat und gewillt ist, auch technische Hilfsmittel aus dem Bereich elektronische Trainingsunterstützung einzusetzen. Bereits jeder vierte Sportler mit wenigstens einem Tag sportlicher Aktivität pro Woche nutzt mobile Apps zur Trainingsunterstützung. Nichtsportler mit weniger als einem Tag sportlicher Aktivität pro Woche und Sportmotivation sind zu 64 Prozent bereit, elektronische Trainingsunterstützung zu nutzen, davon sind 54 Prozent an Apps und 41 Prozent an Wearables interessiert. 83 Prozent der befragten Übergewichtigen sind motiviert, mehr Sport zu treiben, von diesen haben 59 Prozent Interesse an elektronischer Trainingsunterstützung, auch hier insbesondere an Apps und Wearables.

Unser Fazit: Die Digitalisierung ist nicht nur ein Fluch, der unsere Bewegungsfreude einschränkt. Mit den richtigen Mitteln kann sie vor allem auch das Gegenteil bewirken und selbst Bewegungsmuffeln ein wenig mehr Spaß am Sport vermitteln. Denn Wettbewerb motiviert nachweislich und Gamificationelemente machen Lust auf mehr!

2019-05-07T08:14:37+00:00Dienstag, 7. Mai 2019|Kategorien: Blog|0 Kommentare

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